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Anleitung 1

Dein Morgen-Briefing: jeden Morgen auf einen Blick, was in deinem Unternehmen brennt

Die Anleitung aus dem Video, mit dem kompletten KI-Auftrag zum Kopieren.

1. Was du am Ende hast

Ein Morgen-Briefing für dein Unternehmen. Eine Übersicht, die dir jeden Morgen zeigt:

  • welche Kunden noch auf eine Antwort warten, und welche davon dringend sind,
  • bei welchen Angeboten du nachfassen musst, bevor der Kunde woanders bestellt,
  • was bei dir und im Team überfällig oder heute fällig ist,
  • was seit gestern erledigt wurde.

Ganz oben stehen die drei Dinge, mit denen du anfängst.

Du baust das Briefing einmal im Gespräch mit einer KI. Sie fragt dich, wo deine Anfragen, Angebote und Aufgaben heute stehen und ab wann etwas für dich dringend ist. Am Ende bekommst du deinen eigenen Morgen-Auftrag: Den kopierst du jeden Morgen zusammen mit deinen Listen in einen KI-Chat, und die KI sortiert alles nach deinen Regeln. Dazu eine Fassung für dein Team und einen Plan, was jemand einrichten müsste, damit das Briefing später jeden Morgen von selbst kommt.

  • Für wen: Selbstständige und Inhaber kleiner Firmen, die morgens erst Postfach, Listen und Zettel durchsuchen, bevor sie wissen, was heute zählt. Programmieren musst du nicht können.
  • Zeit: Für das Gespräch eine ruhige Viertelstunde. Die KI stellt dir höchstens 15 Fragen, eine nach der anderen. Danach jeden Morgen: Listen einfügen, abschicken, lesen.
  • Was du brauchst:
    • einen KI-Chat, zum Beispiel Claude (claude.ai) oder ChatGPT (chatgpt.com). Beide haben eine kostenlose Version. Bei Claude hat jeder Tarif ein Nutzungslimit, das sich laut Preisseite in einem 5-Stunden-Fenster zurücksetzt. Wenn das Gespräch mittendrin stoppt, mach später im selben Chat weiter.
    • deine Listen: offene Kundenanfragen, verschickte Angebote, Aufgaben. Wo sie heute stehen, ist egal: Postfach, Rechnungsprogramm, Excel, Zettel.

2. Schritt für Schritt

Einmal einrichten

  1. Öffne deinen KI-Chat und melde dich an. Am Computer im Browser (claude.ai oder chatgpt.com) oder in der App auf dem Handy.
  2. Stell vorher ein, dass deine Eingaben nicht zum Training genutzt werden.
    • Claude: Öffne claude.ai/settings/data-privacy-controls und schalte „Model Improvement“ aus (so heißt der Schalter in der englischen Ansicht). Oder du nutzt einen Inkognito-Chat: Der wird laut Anthropic nicht zum Training genutzt.
    • ChatGPT: auf dein Profil → Einstellungen → „Data controls“ → „Improve the model for everyone“ ausschalten (englische Ansicht). Oder du nutzt einen temporären Chat: Der wird laut OpenAI nicht zum Training genutzt und bis zu 30 Tage gespeichert.
  3. Kopier den KI-Auftrag aus Abschnitt 3 in deine Notizen-App und füll den Block „Was du schon über mich weißt“ aus. Alles in [ECKIGEN KLAMMERN] ersetzt du durch deine Angaben. Was du nicht weißt, lässt du leer, die KI fragt dann nach.
  4. Öffne einen neuen Chat und füge den ganzen Auftrag als erste Nachricht ein. Abschicken.
  5. Beantworte die Fragen. Kurz und ehrlich, „weiß nicht“ ist eine gute Antwort. Auf dem Handy kannst du auch die Diktierfunktion deiner Tastatur nutzen.
    • „weiter“ überspringt eine Frage.
    • „fertig“ beendet das Gespräch sofort. Du bekommst das Ergebnis mit dem, was bis dahin da ist. Fehlende Zahlen stehen dann als Platzhalter drin.
  6. Speicher deinen Morgen-Auftrag (Abschnitt 4 des Ergebnisses) in deiner Notizen-App. Den brauchst du ab jetzt jeden Morgen.
  7. Schreib deine Listen einmal nach der Vorlage aus Abschnitt 3 des Ergebnisses: eine Zeile pro Eintrag, Kunden als „Kunde A“, Mitarbeiter als Rolle, immer mit Datum.

Jeden Morgen

  1. Neuen Chat öffnen.
  2. Morgen-Auftrag einfügen und oben das heutige Datum eintragen. Das ist wichtig: Die KI rechnet alle Tage ab diesem Datum.
  3. Deine Listen darunter einfügen. Nur Offenes und was seit gestern erledigt wurde.
  4. Abschicken.
  5. Schau zuerst auf die letzte Zeile: „Kontrolle: Eingang X Einträge · im Briefing X Einträge“. Sind beide Zahlen gleich, fehlt nichts.
  6. Fang mit „Heute zuerst“ an.

3. Der KI-Auftrag zum Kopieren

Alles im Kasten kopieren, Platzhalter ausfüllen, als erste Nachricht in einen neuen Chat einfügen.

Du bist mein Berater für Abläufe in kleinen Unternehmen. Wir bauen zusammen mein Morgen-Briefing: eine Übersicht, die mir jeden Morgen auf einen Blick zeigt, welche Kunden auf eine Antwort warten, bei welchen Angeboten ich nachfassen muss, was bei mir und im Team offen oder überfällig ist und was seit gestern erledigt wurde. Am Ende schreibst du mir einen fertigen Morgen-Auftrag, den ich jeden Morgen zusammen mit meinen Listen in einen KI-Chat kopiere.

== WAS DU SCHON ÜBER MICH WEISST ==
(Leere Felder fragst du nach. Ausgefüllte fragst du nicht noch einmal.)
- Branche und was wir verkaufen: [ZUM BEISPIEL: STEUERBÜRO, TISCHLEREI, AGENTUR]
- Wer arbeitet mit (nur Rollen, keine Namen): [ZUM BEISPIEL: ICH, 1 BÜRO, 3 GESELLEN]
- Wo Kundenanfragen ankommen: [ZUM BEISPIEL: E-MAIL, TELEFON, WHATSAPP, KONTAKTFORMULAR]
- Wo meine Angebote stehen: [ZUM BEISPIEL: RECHNUNGSPROGRAMM, EXCEL, ORDNER IM POSTFACH]
- Wo Aufgaben stehen, meine und die vom Team: [ZUM BEISPIEL: AUFGABEN-APP, EXCEL, ZETTEL, IM KOPF]
- Was mir zuletzt durchgerutscht ist: [IN EIGENEN WORTEN]

== SO FÜHRST DU DAS GESPRÄCH ==
1. Erklär mir in zwei Sätzen, was wir jetzt machen. Sag mir: höchstens 15 Fragen, Stichworte reichen, "weiß nicht" ist erlaubt, "weiter" überspringt eine Frage, "fertig" führt sofort zum Ergebnis. Dann stell die erste Frage.
2. Stell immer genau EINE Frage pro Nachricht. Kein Formular, keine Liste mit mehreren Fragen. Gib zu jeder Frage zwei oder drei kurze Antwort-Beispiele aus meiner Branche, damit ich schneller antworten kann.
3. Reihenfolge, jede Frage als eigene Nachricht:
   a) Frag nach, was im Block oben fehlt.
   b) "Woran erkennst du heute, dass ein Kunde noch auf eine Antwort von dir wartet?"
   c) "Nach wie vielen Tagen ohne Antwort ist ein wartender Kunde für dich dringend?"
   d) "Woran erkennst du, dass ein Angebot raus ist und noch keine Rückmeldung kam?"
   e) "Nach wie vielen Tagen ohne Rückmeldung fasst du bei einem Angebot nach?"
   f) "Wer im Team soll morgens eine eigene Übersicht bekommen?" Nur Rollen, keine Namen. Arbeite ich allein, überspringst du f.
   g) "Woher weißt du, was seit gestern erledigt wurde?"
   h) "Was muss morgens sonst noch ganz oben stehen?" (zum Beispiel Termine des Tages, Rückrufe, Lieferungen)
4. Ist eine Antwort unklar, frag einmal nach. Widerspreche ich mir, sag es mir. Rate nie.
5. Halte dich kurz. Keine Zusammenfassung nach jeder Antwort, keine Lobsprüche.

== SO SORTIERT DAS BRIEFING ==
Diese Regeln schreibst du in meinen Morgen-Auftrag. Die Tageszahlen K (Kunde dringend) und A (Angebot nachfassen) kommen aus meinen Antworten.
- Gerechnet wird in Kalendertagen, ab dem Datum, das oben im Morgen-Auftrag steht.
- Jeder Eintrag aus meinen Listen landet in genau EINEM Teil:
  1. Überfällig: das Fälligkeitsdatum liegt vor heute. Dazu: seit wie vielen Tagen.
  2. Kunden warten: eine Anfrage, auf die wir noch nicht geantwortet haben. Ab K Tagen steht "dringend" davor. Älteste zuerst.
  3. Angebote nachfassen: Angebot verschickt, seit A Tagen oder länger keine Rückmeldung. Ältestes zuerst.
  4. Heute fällig.
  5. Wartet auf andere: wir können erst weitermachen, wenn jemand anderes etwas liefert.
  6. Im Blick: alles, was noch offen ist und in keinen Teil oben passt (zum Beispiel später fällig, oder ein Angebot, das jünger als A Tage ist).
  7. Erledigt seit gestern: erledigt mit Datum von gestern oder heute. Früher Erledigtes zählst du nur: "Früher erledigt: X Einträge".
  8. Datum fehlt: Fehlt einem Eintrag das Datum, das die Einordnung braucht, kommt er hierher, auch wenn er sonst in einen anderen Teil passen würde. Das gilt auch für Erledigtes ohne Datum.
- Passt ein Eintrag in mehrere Teile, gilt der Teil mit der kleineren Nummer.
- Teameinträge stehen im passenden Teil mit der Rolle davor, zum Beispiel "[Büro]".
- Ganz oben steht "Heute zuerst" mit höchstens drei Einträgen, genau in dieser Reihenfolge ausgewählt: dringende wartende Kunden (älteste zuerst), dann Überfälliges (am längsten überfällig zuerst), dann Angebote nachfassen (ältestes zuerst). Diese drei stehen zusätzlich auch in ihrem Teil.
- Direkt darunter steht "Heute im Betrieb" mit dem, was ich in Frage h genannt habe (zum Beispiel Termine und Lieferungen von heute). Habe ich dort nichts genannt, fällt dieser Teil weg.
- Letzte Zeile des Briefings: "Kontrolle: Eingang X Einträge · im Briefing X Einträge" (ohne die Wiederholungen in "Heute zuerst"). Weichen die Zahlen ab, sucht die KI den Fehler, bevor sie antwortet.

== FESTE REGELN ==
- Erfinde keine Zahlen und keine Einträge. K und A kommen von mir. Fehlt eine, steht im Morgen-Auftrag [K: DEINE ZAHL] oder [A: DEINE ZAHL], und sie kommt in den letzten Abschnitt.
- Behaupte nicht, dass ein bestimmtes Programm etwas kann (zum Beispiel Listen ausgeben oder Mails von selbst verschicken). Schreib, was gebraucht wird, und markier offene Punkte mit "zu prüfen".
- Keine Versprechen wie "vollautomatisch" oder "nie wieder". Das Briefing zeigt, ich entscheide. Die KI schickt nichts an Kunden.
- Rechtliches beantwortest du nicht (Datenschutz, Arbeitsrecht, zum Beispiel ob ich Aufgaben meiner Mitarbeiter so auswerten darf). Du markierst es mit "mit Fachperson klären".
- Schreib so, dass jemand ohne Technikwissen alles versteht. Ein Fachwort nur, wenn es sein muss, mit einer Erklärung in höchstens fünf Wörtern.
- In meinen Listen stehen Kunden als "Kunde A", "Kunde B" und Mitarbeiter als Rolle. Wenn ich Namen, Telefonnummern, Adressen oder andere persönliche Daten einfüge, weis mich einmal darauf hin, dass sie hier nicht hingehören.

== SO SIEHT DAS ERGEBNIS AUS ==
# Dein Morgen-Briefing
## 1. Dein Briefing auf einen Blick
Die Teile in ihrer Reihenfolge, je eine Zeile: Name des Teils · was hineinkommt, mit meinen Tageszahlen.
## 2. Woher die Einträge kommen
Tabelle mit den Spalten: Teil | Wo es heute steht | So kommt es morgens in den Chat | Wer pflegt es
## 3. So schreibst du jeden Eintrag
Eine Vorlagenzeile: Art | Was | Für wen (Kunde A oder Rolle) | Datum | Fällig am | Status. Dazu drei Beispielzeilen aus meiner Branche, als "Beispiel" markiert.
## 4. Dein Morgen-Auftrag zum Kopieren
Der fertige Auftrag in einem einzigen Kopierblock. Er beginnt mit "Heute ist [DATUM]." und enthält: alle Teile und Regeln von oben mit meinen Tageszahlen, "Erfinde nichts. Lass nichts weg.", die Kontrollzeile und am Ende "[HIER DEINE LISTEN EINFÜGEN]". Er muss heute in einem KI-Chat funktionieren, ohne etwas zu installieren.
## 5. Die Team-Fassung
Für jede Rolle aus Frage f ein kurzer Auftrag: dieselben Regeln, aber nur die Einträge dieser Rolle. Arbeite ich allein, steht hier "Entfällt".
## 6. Später von selbst
Was jemand einrichten müsste, damit das Briefing jeden Morgen von selbst kommt. Stufe A = ich kopiere morgens selbst (geht heute) · Stufe B = meine Listen liegen an einem festen Ort, immer im selben Aufbau · Stufe C = ein Programm holt die Listen und schickt das Briefing jeden Morgen von selbst (das muss jemand einrichten). Für jede Quelle aus Abschnitt 2: was dafür gebraucht wird, offene Punkte mit "zu prüfen".
## 7. Was du angenommen hast und was offen ist

== BEVOR DU DAS ERGEBNIS SCHICKST ==
Prüf jeden Punkt. Ist einer nicht erfüllt, korrigier es zuerst:
- K und A stammen von mir oder stehen als Platzhalter da.
- Jeder Teil hat genau eine Regel, und die Reihenfolge bei Überschneidung steht im Morgen-Auftrag.
- Der Morgen-Auftrag beginnt mit "Heute ist [DATUM]." und enthält "Erfinde nichts. Lass nichts weg." und die Kontrollzeile.
- Der Morgen-Auftrag funktioniert heute nur mit einem KI-Chat.
- Kein Programm bekommt eine Fähigkeit zugeschrieben. Offene Punkte heißen "zu prüfen".
- Keine echten Namen, Telefonnummern oder Adressen, auch nicht in Beispielen.
- Was ich nicht beantwortet habe, steht als "zu prüfen" oder "offen" da, nicht geraten.
- Kein Fachwort ohne Erklärung.
Schreib als letzte Zeile: "Selbstprüfung: alle Punkte erfüllt" oder welcher Punkt offen ist und warum.

4. Folge-Aufträge

Im selben Chat weiterschreiben, dann kennt die KI dein Unternehmen schon.

a) Nach einer Woche nachschärfen

Ich habe den Morgen-Auftrag jetzt [ANZAHL] Morgen benutzt. Das ist mir aufgefallen: [ZUM BEISPIEL: EINTRAG X STAND IM FALSCHEN TEIL, DAS BRIEFING IST MIR ZU LANG, MIR FEHLT EIN TEIL FÜR REKLAMATIONEN]. Schlag mir vor, welche Regel du dafür änderst, und erklär jede Änderung in einem Satz. Dann schreib den ganzen Morgen-Auftrag neu, in einem Kopierblock. Erfinde keine Zahlen. Neue Tageszahlen setzt du als [PLATZHALTER], die ich ausfülle.

b) Was muss ich verbinden, damit es von selbst kommt?

Für mein Morgen-Briefing: Welche Informationen müssen von wo nach wo, damit es jeden Morgen von selbst kommt? Mach eine Liste: Woher kommt es, in welcher Form liegt es heute vor, wer pflegt es. Sag mir für jede Stelle, ob sie heute schon an einem festen Ort im selben Aufbau liegt oder ob ich das zuerst ändern muss. Behaupte nicht, dass ein bestimmtes Programm etwas kann. Schreib stattdessen die Fragen auf, die ich meinem Software-Anbieter oder der Person stellen muss, die das für mich einrichtet.

c) Die Arbeitsanweisung für dein Team

Schreib für mein Team eine Arbeitsanweisung, höchstens eine Seite: wofür das Morgen-Briefing da ist, wie jeder seine Einträge schreibt (die Vorlage aus Abschnitt 3, mit zwei Beispielen aus unserem Alltag), dass immer ein Datum dabei steht, dass Kunden als "Kunde A" und nie mit Namen eingetragen werden, und wen man fragt, wenn etwas im Briefing falsch aussieht. Einfache Sprache, Du-Form.

d) Das Briefing von einer zweiten KI prüfen lassen Öffne einen neuen Chat und füge das ein:

Du prüfst die Arbeit einer anderen KI.
Heute ist [DATUM].
Meine Listen: [DEINE LISTEN].
Das Briefing, das daraus gemacht wurde: [DAS BRIEFING].
Prüfe:
1) Welcher Eintrag aus meinen Listen fehlt im Briefing?
2) Was steht im Briefing, das nicht in meinen Listen steht?
3) Welche Tage sind falsch gerechnet?
4) Welcher Eintrag steht im falschen Teil, nach den Regeln im Briefing-Auftrag: [DEIN MORGEN-AUFTRAG]?
Gib mir zuerst die Liste der Fehler. Wenn es keine gibt, schreib "Keine Fehler gefunden". Erfinde nichts dazu.

5. Beispiel: so sieht das aus

ERFUNDENES BEISPIEL. Den Betrieb gibt es nicht. Alle Kunden, Daten und Zahlen sind ausgedacht, nur um zu zeigen, wie der Auftrag arbeitet.

Der ausgefüllte Block (zwei Felder bewusst leer gelassen, die KI hat danach gefragt):

- Branche und was wir verkaufen: Tischlerei, Küchen, Einbauschränke, Treppen
- Wer arbeitet mit (nur Rollen, keine Namen): ich (Meisterin), 1 Büro Teilzeit, 3 Gesellen, 1 Azubi
- Wo Kundenanfragen ankommen: E-Mail, Kontaktformular, Telefon, WhatsApp
- Wo meine Angebote stehen:
- Wo Aufgaben stehen, meine und die vom Team:
- Was mir zuletzt durchgerutscht ist: Ein Küchenangebot, bei dem ich drei Wochen nicht nachgefasst habe. Kunde hat woanders bestellt.

Auszug aus dem Ergebnis. So kam es in unserem Testlauf mit Claude am 15.10.2026 heraus. Die Antworten der erfundenen Tischlerei hat dabei eine zweite KI gegeben, nach einem Steckbrief mit ausgedachten Angaben. Nach 10 Fragen kam dieses Ergebnis. Gekürzt, sonst unverändert.

1. Dein Briefing auf einen Blick

  1. Heute zuerst · höchstens 3 Einträge: dringende wartende Kunden (ab 2 Tagen), dann Überfälliges, dann Angebote nachfassen (ab 7 Tagen). Sie stehen zusätzlich auch in ihrem Teil.
  2. Heute im Betrieb · Lieferungen vom Holzhandel und Montagetermine von heute.
  3. Überfällig · Fälligkeitsdatum liegt vor heute, mit Anzahl Tage.
  4. Kunden warten · Anfrage ohne Antwort von uns, ab 2 Tagen mit "dringend", älteste zuerst.
  5. Angebote nachfassen · Angebot verschickt, seit 7 Tagen oder länger keine Rückmeldung, ältestes zuerst.
  6. Heute fällig · Fälligkeitsdatum ist heute.
  7. Wartet auf andere · wir können erst weitermachen, wenn jemand anderes liefert.
  8. Im Blick · offen und in keinem Teil oben, zum Beispiel später fällig oder ein Angebot, das jünger als 7 Tage ist.
  9. Erledigt seit gestern · erledigt mit Datum von gestern oder heute. Früheres wird nur gezählt.
  10. Datum fehlt · Einträge, denen das Datum für die Einordnung fehlt. Dazu gehört auch Erledigtes ohne Datum.

(Abschnitte 2 bis 6 gekürzt. Der Morgen-Auftrag selbst ist in diesem Lauf 45 Zeilen lang.)

7. Was du angenommen hast und was offen ist (Auszug)

Offen (zu prüfen):

  • Steht in der Excel-Spalte "Erledigt" ein Datum oder nur ein Häkchen? Bei einem Häkchen landet alles Erledigte im Teil "Datum fehlt". Dein Block hat kein Datum, hier hilft nur, das Datum danebenzuschreiben.
  • Wie kommen Anfragen per WhatsApp und Kontaktformular ins Briefing? Dazu hast du nichts gesagt.
  • Kann das Rechnungsprogramm eine Liste der Angebote ausgeben?
  • Datenschutz und Mitarbeiterauswertung: mit Fachperson klären.

Und so sah ein Morgen damit aus. Den Morgen-Auftrag aus diesem Ergebnis haben wir mit einer erfundenen Liste von 15 Einträgen und dem Datum 15.10.2026 in einen neuen Chat gegeben. Die Antwort, unverändert:

Heute zuerst

  1. dringend: Kunde A, Einbauschrank für Dachschräge, wartet seit 3 Tagen (12.10.)
  2. dringend: Kunde D, Preis für Schiebetür (WhatsApp), wartet seit 2 Tagen (13.10.)
  3. überfällig: Kunde H, Holz für Auftrag bestellen, seit 2 Tagen (fällig 13.10.)

0. Heute im Betrieb

  • [Büro] Lieferung: Holzhandel liefert Eichenplatten, heute (15.10.)

1. Überfällig

  • Kunde H: Holz für Auftrag bestellen, fällig 13.10., seit 2 Tagen
  • [Büro] Lieferschein Holzhandel ablegen, fällig 14.10., seit 1 Tag

2. Kunden warten

  • dringend: Kunde A, Einbauschrank für Dachschräge, eingegangen 12.10. (3 Tage)
  • dringend: Kunde D, Preis für Schiebetür, eingegangen 13.10. (2 Tage)
  • Kunde B, Treppe renovieren, eingegangen 14.10. (1 Tag)

3. Angebote nachfassen

  • Kunde E, Küche, verschickt 01.10. (14 Tage ohne Rückmeldung)
  • Kunde G, Treppe Eiche, verschickt 08.10. (7 Tage ohne Rückmeldung)

4. Heute fällig

  • Kunde I: Rechnung schreiben
  • [Büro] Kunde L: Montagetermin bestätigen

5. Wartet auf andere

  • keine

6. Im Blick

  • Kunde F, Garderobe, Angebot verschickt 11.10. (4 Tage, keine Rückmeldung)
  • Kunde J: Maße nehmen, fällig 20.10.

7. Erledigt seit gestern

  • [Büro] Kunde M: Mahnung verschicken, erledigt 14.10.
  • Früher erledigt: 0 Einträge

8. Datum fehlt

  • Kunde N: Telefonzettel, will Rückruf wegen Küche, kein Eingangsdatum
  • Kunde K: Zeichnung Einbauregal, kein Fälligkeitsdatum (wartet auf Freigabe vom Kunden)

Unklar

  • Kunde K: Der Status steht auf "offen", im Feld "Fällig am" steht aber "wartet auf Freigabe vom Kunden". Ich habe ihn wegen des fehlenden Datums in Teil 8 gesetzt. Gehört er zu "wartet auf andere" (Teil 5)?
  • Kunde N: Ohne Eingangsdatum lässt sich nicht sagen, ob er dringend ist. Ab welchem Tag liegt der Zettel?

Kontrolle: Eingang 15 Einträge · im Briefing 15 Einträge

Achte auf Kunde K: In unserer Testliste stand „wartet auf Freigabe“ in der falschen Spalte. Die KI hat nicht geraten, sondern den Eintrag unter „Datum fehlt“ gestellt und nachgefragt. Genau so soll es sein. Schreibst du den Status in die Status-Spalte, landet der Eintrag unter „Wartet auf andere“.


6. Woran du merkst, dass es funktioniert

  • In der letzten Zeile sind beide Zahlen gleich. Dann ist kein Eintrag verloren gegangen.
  • Unter „Heute zuerst“ steht, was du sowieso als Erstes erledigt hättest, wenn du alles im Kopf gehabt hättest.
  • Ein Angebot ohne Rückmeldung taucht ab deiner Tageszahl jeden Morgen unter „Angebote nachfassen“ auf, solange es in deiner Liste steht.
  • Du findest im Briefing nichts, was nicht in deinen Listen steht.

Typische Fehler und was du dann tust:

Was passiert Was du schreibst oder tust
Die Zahlen in der Kontrollzeile sind ungleich. „Die Kontrolle stimmt nicht. Such den Eintrag, der fehlt oder doppelt ist, und schreib das Briefing neu.“
Die Tage stimmen nicht. Oben im Morgen-Auftrag fehlt das heutige Datum, oder es ist noch das von gestern. Datum eintragen, neu abschicken.
Im Briefing steht ein Eintrag, den es in deinen Listen nicht gibt. „Eintrag X steht nicht in meinen Listen. Nimm ihn raus.“
Viele Einträge landen unter „Datum fehlt“. Kein Fehler der KI. Ergänz in deiner Liste das Datum: bei Anfragen den Eingang, bei Angeboten den Versand, bei Erledigtem den Tag.
Die KI fragt jeden Morgen nach deinen Tageszahlen. Im Morgen-Auftrag stehen noch die Platzhalter [K: DEINE ZAHL] oder [A: DEINE ZAHL]. Ersetz sie einmal und speicher den Auftrag neu.
Das Briefing ist zu lang. Nur Offenes und gestern Erledigtes einfügen. Oder Folge-Auftrag a): „Fass Im Blick zu einer Zeile pro Kunde zusammen.“
Das Gespräch stoppt mittendrin. Später im selben Chat „weiter“ schreiben. Bei der kostenlosen Version ist das oft das Nutzungslimit.

7. Grenzen und Datenschutz

  • Die KI kennt nur, was du einfügst. Sie schaut nicht in dein Postfach und nicht in dein Rechnungsprogramm. Steht ein Kunde nicht in der Liste, steht er auch nicht im Briefing.
  • Das Briefing zeigt, du entscheidest. Die KI schickt nichts an Kunden und ändert nichts in deinen Programmen.
  • Was nicht in den Chat gehört:
    • Namen, Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen von Kunden oder Mitarbeitern. Schreib „Kunde A“ und die Rolle („Büro“).
    • Gesundheitsdaten, Bankdaten, Ausweisnummern, Gehälter
    • Verträge, Passwörter, Zugangsdaten
    • Was unter ein Berufsgeheimnis fällt (zum Beispiel in Steuerberatung, Arztpraxis, Kanzlei)
  • Pass auf beim Kopieren aus Programmen. Dateinamen, Betreffzeilen und Excel-Spalten enthalten oft Kundennamen. Ersetz sie vor dem Einfügen.
  • Aufgaben deines Teams auswerten: Ob und wie du das darfst, klärst du mit einer Fachperson oder deinem Datenschutzbeauftragten. Das ist keine Rechtsberatung.
  • Wenn das Briefing später von selbst kommen soll, greift ein Programm auf dein Postfach oder deine Listen zu. Klär vorher mit einer Fachperson, ob und wie das mit dem gewählten Anbieter erlaubt ist.

8. Nächster Schritt

Wenn du dein Briefing später mit Claude selbst weiterbauen willst: Unser AI Blueprint ist ein fertiges Setup für Claude, Schritt für Schritt erklärt, auch wenn du nicht programmierst.

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