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Systeme im Betrieb.

Zwei Systeme, die AILoopwise gebaut hat und die heute laufen: was sie leisten, wie sie gebaut sind und die Zahlen direkt aus der Produktion.

Fassadenklar: vom CRM-Deal zum kalkulierten Angebot, das Gebäude aus amtlichen Daten vermessen

Kunde: Fassadenklar (fassadenklar.de) — Fassadenreinigung und -beschichtung, Deutschland. Was wir gebaut haben: Pipedrive-Deal → automatische Gebäudevermessung aus amtlichen 3D-Stadtdaten → Angebotsentwurf in sevDesk. Status: Die automatische Gebäudevermessung ist seit April 2026 in Produktion. Claude läuft seit September 2026 auf Fassadenklars eigenem Anthropic-Konto.

Die Ausgangslage

Wer eine Fassade anbietet, braucht ihre Fläche. Früher hieß das bei jeder Anfrage: hinfahren, auf der Karte nachmessen oder schätzen. Der langsame Teil war nicht die Arbeit, sondern der Papierkram davor.

Die ursprünglich geplante Angebotssoftware gab ihren API-Zugang nie frei. Wir haben nicht gewartet, sondern die Strecke auf sevDesk gebaut.

Was wir gebaut haben

  1. Ein Deal wird in Pipedrive für ein Angebot markiert. Ein Webhook startet den Rest.
  2. Die Adresse wird verortet: über die Google Geocoding API, in Berlin über das amtliche Adressregister.
  3. Das Gebäude wird aus amtlichen LoD2-Stadtmodellen vermessen, denselben 3D-Daten, die die Vermessungsämter veröffentlichen. Keine Vor-Ort-Begehung, kein Nachzeichnen.
  4. Ein Vision-Modell wertet die Bilder aus: Google Street View, die Kundenfotos aus dem Deal und eine Google-Karte mit eingezeichneten Gebäudeumrissen. Daraus bestimmt es Geschosse, Balkone, Oberfläche und Zugänglichkeit.
  5. Zwei Modelle prüfen sich gegenseitig. Wo die Zuordnung nicht eindeutig ist, bestimmen Gemini und Claude das Gebäude unabhängig voneinander auf der Karte. Übernommen wird nur, worin beide übereinstimmen.
  6. In sevDesk entsteht der Angebotsentwurf mit Positionen und Preisen aus Fassadenklars fester Vorlage. Kein Modell schreibt einen Preis. Ein Angebot ist ein Vertragsdokument, deshalb sind die vertraglichen Teile bewusst deterministisch.
  7. Das Team prüft und versendet. Die Freigabe bleibt bei Fassadenklar.

Die Strecke in Zahlen

  • Über 50.000 m² Fassade automatisch vermessen. Seit September wird aus jeder Messung direkt ein Angebotsentwurf in sevDesk.
  • 14 von 16 Bundesländern angebunden, rund 94 % der deutschen Bevölkerung.
  • 0,2 % Abweichung vom Aufmaß vor Ort: drei Mehrfamilienhäuser in Dortmund, 2.088,9 m² gemessen, 2.093 m² von Hand aufgemessen.
  • Über 80 Produktiv-Releases seit April, abgesichert durch über 600 automatisierte Tests.

Aus der Praxis

Zwei Beispiele:

  • Leonberg — vermessen: zwei Gebäude, 245,18 m² und 187,36 m². Ein Angebot für beide: 3.460,32 € netto.
  • Berlin — vermessen: 849,42 m² Fassade, eine 112,35 m² große Grenzwand automatisch aus der Abrechnung ausgenommen. Angebot: 6.795,36 €. Eine Grenzwand steht auf der Grundstücksgrenze und darf nicht berechnet werden. Das System erkennt das automatisch, auch um 20 Uhr.

Die Regel entscheidet, nicht das Modell

Claude schreibt zu jedem Angebot einen Absatz über das konkrete Objekt. Ein Regelwächter stellt sicher, dass Flächen und Preise ausschließlich aus der Messung und der Vorlage kommen, nie aus dem Modell. So verbindet jedes Angebot einen persönlichen Text mit exakten Zahlen.

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Unser eigenes Unternehmen

Live in the Movent: Ticketing, Kundenbindung und Gamification, mit Claude Code gebaut

Eigene Plattform, kein Kunde: Live in the Movent (liveinthemovent.com) verbindet bei Live-Events Ticketing mit Kundenbindung und Gamification: eine digitale Ticket-Wallet, ein sammelbares „Movent“ für jedes besuchte Event, dazu Punkte und Prämien. Sie richtet sich an unabhängige Veranstalter und Nightlife-Locations in Frankfurt. Betreiberin ist die Unique Moments UG (haftungsbeschränkt), Stuttgart. Was wir gebaut haben: das Backend, die Fan-Web-App und die iOS-App, eine Scanner-App für den Einlass, ein Veranstalter-Portal und das Marketing-System, das unsere eigenen SEO-Inhalte und Social-Media-Posts recherchiert und veröffentlicht. Status: in Produktion. Die iOS-App ist seit Juni 2026 im App Store.

Die Ausgangslage

Wir wollten die Methode an einem echten Produkt zeigen, nicht auf Folien. Und Ticketing für unabhängige Nightlife-Veranstalter ist ein handfestes Problem: Kleine Locations haben bei Preisen und Gebühren wenig mitzureden, bekommen keine Daten zur Kundenbindung und haben keinen direkten Draht zu den Fans, die jede Woche wiederkommen. Also haben wir die Plattform gebaut, vom Backend bis zur iOS-App, und zwar gemeinsam mit unseren Advisors Yu-kai Chou, Cornelius Ballin und Benedict Windelband. Die Gamification folgt dem Octalysis-Framework von Yu-kai Chou. Beim Marketing sind wir genauso vorgegangen wie beim Produkt: Claude erledigt die Arbeit, wir prüfen sie. Kein Chatfenster am Rand.

Was wir gebaut haben

  • Backend: die API für Events, Ticketing und Zahlungen (Stripe Connect, PayPal), mandantenfähig mit einem eigenen Konto für jeden Veranstalter.
  • Fan-Web-App: Website, Ticketshop, Dashboard und Blog.
  • iOS-App: die App für Fans: digitale Ticket-Wallet, ein sammelbares Movent für jedes besuchte Event, dazu Punkte und Prämien. Seit Juni 2026 im App Store. Eine Android-Version ist in Entwicklung.
  • Scanner-App: Das Einlasspersonal scannt damit Tickets und Prämien an der Tür.
  • Veranstalter-Portal: Events, Tickets und Gutscheine verwalten, für die Locations und Veranstalter, die über die Plattform ihre Events anbieten. Die neu aufgebaute Version des Portals schreiben wir vom ersten Commit an gemeinsam mit Claude.
  • Marketing-System: ein eigenes Claude-Code-System, das unsere SEO-Blogartikel und Social-Media-Posts recherchiert, schreibt und veröffentlicht. Daraus sind bisher 35 SEO-Artikel auf unserer Website entstanden. 97 % seiner Commits sind gemeinsam mit Claude geschrieben.

In den sechs Repositories dahinter stecken über 6.800 Commits, 44 % davon gemeinsam mit Claude geschrieben.

Wo die Plattform heute steht

Die Zahlen stammen direkt aus der Produktionsdatenbank, Stand September 2026:

  • Über 8.000 verkaufte Tickets und über 240.000 € Ticketumsatz.
  • Über 3.800 Menschen haben ein Ticket gekauft.
  • 12 Veranstalter bieten aktiv Events über die Plattform an.

Was als Nächstes kommt

Die Fan-App für Android.

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